VA21PA10

The Intelligent Choir

Sich mit der Musik treiben lassen oder Musik vorantreiben? Musik machen oder sie lieber spielen? Der dirigierenden Person folgen oder sich von ihr inspirieren lassen und sie inspirieren? Aus dem Klangkörper herausstechen oder mit dem Klangkörper vorangehen?

In diesen und weiteren Spannungsfeldern bewegt sich die aus der Chorarbeit stammende Methode „The Intelligent Choir“, die maßgeblich von Prof. Jim Daus Hjernøe (Det Jyske Musikkonservatorium Aarhus/Aalborg, DK) entwickelt wurde und weiterhin entwickelt wird. Sie gibt Ensembleleitenden Werkzeuge an die Hand, mit denen die Verantwortung für den musikalischen Prozess in der Gruppe auf alle Schultern gleichmäßig verteilt werden soll. Von zentraler Bedeutung für die Arbeitsweise ist insbesondere die Zeichensprache „Vocal Painting“, mit der, angelehnt an Walter Thompsons „Sound Painting“, über Handgesten mehr oder weniger konkrete Anweisungen an Gruppenmitglieder gegeben werden können, die von diesen improvisatorisch umgesetzt werden. In der Regel wird dabei in einem thematischen oder harmonischen Rahmen musiziert, der dem improvisatorischen Geschehen eine gewisse Form verleiht.

Prägend in der Methode ist weiterhin das konsequente Schulen der Aufmerksamkeit für den musikalischen Prozess innerhalb der Gruppe. Hier geht es einerseits um das Üben ganz technischer Parameter wie Rhythmik oder Harmonik und andererseits aber auch darum, gemeinsam ein „Storytelling“ zu entwickeln, sodass der Musik eine kommunikative Wirkungsebene zwischen den Musizierenden einerseits und zwischen Ensemble und Publikum andererseits hinzugefügt wird.

Die Methode zeichnet sich insbesondere durch eine große Voraussetzungsoffenheit aus, d.h. sie ist für Musizierende aller Niveaustufen geeignet. Sie kann als didaktisches Werkzeug angewendet werden oder aber auf artistisch höchstem Niveau im Konzert zur Anwendung kommen.

Da die Methode aus der Chorarbeit stammt, wird sie im Workshop vor allem singend erarbeitet werden, der Kurs richtet sich jedoch auch an InstrumentalistInnen, die mit Gruppen arbeiten. Der Kern der Methode behandelt schließlich Aspekte, die nicht nur für Vokalmusik, sondern für Musik ganz allgemein von Bedeutung sind. Mitgenommen werden können nach dem Workshop konkret anwendbare Werkzeuge (z.B. in Form von Handgesten) und Vorschläge sowie Gedankengänge zur Gestaltung von Ensemblearbeit.


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